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Fatos Kongoli
wurde am 12. Januar 1944 in der mittelalbanischen Stadt Elbasan
geboren und wuchs in Tirana auf. Er studierte Mathematik und arbeitete
nach der Diplomprüfung 1967 zwei Jahre lang als Mathematiklehrer, ehe
er – seinen literarischen Neigungen folgend – als Redakteur bei der
Kulturzeitschrift „Drita” zu arbeiten begann. Von 1977 bis zum Ende
der kommunistischen Herrschaft in Albanien im Jahr 1992 war er als
Lektor beim Verlag „Naim Frashëri” tätig. Fatos Kongoli gehörte zu den
Mitbegründern der albanischen Demokratiebewegung. Nach dem politischen
Umbruch war er einige Jahre lang als Kulturjournalist tätig. Aus dem
politischen Leben zog er sich vollständig zurück, um sich ganz seinem
schriftstellerischen Schaffen und literarischen Übersetzungen widmen
zu können. Fatos Kongoli, Vater zweier erwachsener, nach Amerika
emigrierter Kinder, lebt mit seiner Frau Lili in Tirana.
Fatos Kongoli
ist heute neben Ismail Kadare der am meisten gelesene Autor in
Albanien und wichtigste literarische Chronist des (dort sich bereits
übermäßig lange hinziehenden) Übergangs vom Kommunismus zur
Demokratie. In seinen Büchern beschäftigt er sich mit den Auswirkungen
der politischen und gesellschaftlichen Brüche und Verwerfungen im
Alltag der Menschen, vor allem mit den schwierig zu bewältigenden
moralischen Erblasten des Kommunismus.
Fatos Kongoli war
einer der Vertreter Albaniens beim „Literaturexpress Europa 2000”.
Seine Bücher sind in mehrere Fremdsprachen übersetzt worden. 2003
wurde sein Roman „Der Traum des Damokles” als bestes Buch des Jahres
auf dem Balkan mit dem Preis „Balkanika” ausgezeichnet. Fatos Kongoli
hat mehrfach den albanischen Nationalpreis für Literatur gewonnen:
zweimal die „Silberne Feder” für den besten Roman des Jahres, ferner
2004 die „Goldene Feder” für sein Gesamtwerk. Nach dem 1999
erschienenen Roman „Die albanische Braut” hat der Zürcher Ammann
Verlag im Frühjahr 2006 mit dem Roman „Hundehaut” ein weiteres Werk
von Fatos Kongoli in deutscher Sprache vorgelegt.
Der Roman wurde von
der Darmstädter Jury zum
Buch des Monats Juni 2006 gewählt. |