Der General der toten Armee
Bereits mit seinem ersten (veröffentlichten) Roman "Der General der toten Armee" wurde Ismail Kadare über die Grenzen Albaniens hinaus bekannt. Die düstere Ballade aus dem Land, "in dem ständig schlechtes Wetter herrschte", wurde mehrmals verfilmt, unter anderem mit Marcello Mastroianni und Michel Piccoli.

Dem italienischen General, der zusammen mit einem Geistlichen etwa zwanzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs den Auftrag erhält, die sterblichen Überreste seiner in Albanien gefallenen Landsleute in die Heimat zurückzubringen, wird seine patriotische Mission im Laufe des Jahres immer fragwürdiger. Schlamm, Kälte und Regen setzen ihm zu. Trotz genauester Listen ist manches Grab nur schwer zu finden, oft wird die Identifizierung allein anhand der Knochenreste unmöglich . . . Auf seinen Fahrten durch die karge Gebirgslandschaft offenbaren sich ihm immer neue Einzelschicksale: Da hat es einen albanischen Freiheitskämpfer gegeben, der nur mit einer Flinte bewaffnet gegen die halbe Armee angetreten ist, einen italienischen Deserteur, der sich bei einem Müller als Knecht verdingt hat, und einen Oberst, der den Mann der alten Nica aufhängen ließ und ihre Tochter schändete, eine Tat, die das unscheinbare Mütterchen bis heute zu sühnen sucht.

Amman Verlag

 

 

 

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